Richtig lüften im Winter: So geht es
Was bei uns ganz selbstverständlich ist, sorgt international für viel Verwunderung: Lüften im Winter. Dieses Alltagsritual wird so sehr mit Deutschland verbunden, dass es sogar als „German Lüften“ bezeichnet wird. Denn während in anderen Ländern im Winter die Fenster verschlossen bleiben, werden hier auch bei Minustemperaturen die Fenster weit geöffnet. Lies hier, warum das richtige Lüften in der kalten Jahreszeit wichtig ist und wie Stoßlüften im Winter richtig funktioniert.
Warum ist Lüften im Winter besonders wichtig?
Wenn die Temperaturen sinken, bleiben die Fenster von Wohnungen und Häusern oft geschlossen. Dabei ist regelmäßiges Stoßlüften im Winter wichtig, um verbrauchte Luft, Schadstoffe und Feuchtigkeit entweichen und frische, sauerstoffreiche Luft in die Räume zu lassen. Dieses Lüften ist im Winter umso wichtiger, denn Minusgrade und die Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen machen das Öffnen der Fenster noch notwendiger, um eine gesunde Raumluft zu erhalten.
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So schadet fehlendes Lüften im Winter der Raumluft
Stickige Luft und schlechte Gerüche werden häufig durch fehlendes Lüften ausgelöst. Zudem führt es zu diesen – auf den ersten Blick widersprüchlichen – Problemen:
- Höhere Luftfeuchtigkeit: Im Winter entsteht durch Kochen und Atmen mehr Feuchtigkeit in Innenräumen, die nicht entweichen kann. Dies kann nicht nur eine stickige Raumluft begünstigen, sondern auch Schimmel fördern.
- Trockene Luft: Im Winter heizen wir häufiger, wodurch die Luft in Innenräumen wärmer, aber auch trockener wird. Gleichzeitig sind Fenster und Türen seltener geöffnet, was den Austausch von Luftpartikeln einschränkt. Dieser verminderte Luftaustausch kann unter anderem Viren und Bakterien im Raum halten sowie Winterallergien begünstigen.
Falsches Lüften im Winter erhöht übrigens auch die Heizkosten. Wer lange auf Kipp lüftet, statt die Fenster komplett zu öffnen, lässt die Räume stärker auskühlen, was stärkeres Heizen nötig macht. Richtiges Heizen und Lüften gehen also Hand in Hand.
Wie funktioniert Stoßlüften im Winter richtig?
Das Prinzip des Stoßlüftens im Winter ist super einfach: Das Ziel ist es, in kurzer Zeit möglichst viel Luft auszutauschen, ohne dass der gesamte Raum auskühlt. Wo typische Fehler liegen und wie es richtig geht, erklärt auch das deutsche Umweltbundesamt. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung fasst es für dich zusammen:
- Öffne die Fenster vollständig. Kippen ist nicht ausreichend und schafft nicht den nötigen Luftaustausch.
- Hast du gegenüberliegende Räume, öffne die Fenster dort gleichzeitig. Durch das Querlüften wird die Luft noch schneller ausgetauscht
- Öffne auch die Türen der Räume. Das schafft einen Durchzug.
- Schließe die Fenster nach maximal 10 Minuten wieder.
Wie lang sollte man im Winter lüften?
Grundsätzlich solltest du nicht länger als 10 Minuten die Fenster komplett öffnen, damit die Räume und Wände nicht zu stark auskühlen. Wie lang die optimale Lüftungsdauer ist, hängt von der Außentemperatur und der Witterung ab:
- Bei Frost: 3–5 Minuten
- Bei mildem Winterwetter (5–10 °C): 5–10 Minuten
- Bei Regen oder Nebel: ca. 10 Minuten
Mach dir aber keine Gedanken, wenn du einmal kürzer oder länger im Winter lüftest. Das regelmäßige Lüften ist wichtiger als die genaue Dauer.
So verbessert richtiges Lüften im Winter Raumklima & Gesundheit
Frische Luft bringt nicht nur Sauerstoff, sondern hilft auch, ein gesundes Feuchtigkeitsniveau zu halten. Die ideale Raumluftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 % und 60 %. So hilft Stoßlüften bei diesen häufigen Problemen im Winter:
- Kälte und geringe Luftfeuchtigkeit: Kaltes Winterwetter enthält naturgemäß weniger Feuchtigkeit. Beim Heizen sinkt die Luftfeuchtigkeit zusätzlich, was trockene Schleimhäute, juckende Haut und sprödes Haar begünstigt. Hier hilft eine Kombination aus regelmäßigem Lüften und Luftbefeuchtung . So helfen etwa Wasserschalen oder Luftbefeuchter, dabei die Raumfeuchtigkeit zu erhöhen.
- Kälte und zu hohe Luftfeuchtigkeit: In Bädern, Küchen oder Schlafzimmern kann die Luftfeuchtigkeit im Winter zu hoch sein. Wird diese feuchte Luft nicht abgeführt, entsteht an kalten Wänden Kondenswasser, welches der ideale Nährboden für Schimmel ist. Darum gilt: Feuchtigkeit raus, frische Luft rein. Ein Hygrometer kann helfen, die Werte im Blick zu behalten. Praktisch: Die Dyson Raumklimageräte messen nicht nur die Temperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit, sodass du kein extra Hygrometer benötigst.
Sinnvolle Ergänzung zum Lüften: Geräte zur Verbesserung der Raumluft
Auch wenn konsequentes Lüften im Winter die Basis für ein gesundes Raumklima ist, gibt es weitere Möglichkeiten, mit denen du die Raumluft verbessern kannst. Gerade in Großstädten mit hoher Feinstaubbelastung oder bei Allergikern können Luftreiniger, Luftbefeuchter, Heizlüfter oder Kombigeräte eine wertvolle Ergänzung sein.
Dyson Raumklimageräte messen und reinigen die Luft automatisch. Sie filtern Feinstaub, Allergene, Bakterien und Gase und halten zugleich die Luftfeuchtigkeit im optimalen Bereich. So bleibt die Luft auch dann frisch, wenn Lüften allein nicht ausreicht.
Häufige Fragen zum richtigen Lüften im Winter
Um richtig im Winter zu lüften, solltest du am besten 3 bis 4-Mal täglich kurz Stoßlüften. Wichtig ist es besonders morgens, nach dem Kochen oder vor dem Schlafen.
Ja, drehe die Heizung für die Dauer des Lüftens zurück. So vermeidest du unnötigen Energieverlust.
Nein, richtiges Lüften im Winter spart sogar Energie. Kurzes, intensives Stoßlüften senkt die Luftfeuchtigkeit, sodass Räume schneller warm werden. Dauerhaft gekippte Fenster hingegen kühlen Wände aus und treiben den Heizverbrauch in die Höhe.
Dauerhaft gekippte Fenster oder zu seltenes Stoßlüften kann die Raumluft verschlechtern und Heizenergie verschwenden. Das führt zu einem ungesunden Raumklima, kann Schimmelbildung begünstigen sowie die Heizkosten erhöhen.
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