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Das Wichtigste auf einen Blick
- Der Pollenflug beschreibt die Menge an Pollenkörnern pro Kubikmeter Luft innerhalb von 24 Stunden und ist ein wichtiger Indikator dafür, wie stark die aktuelle Pollenbelastung für Allergiker ist.
- Baumpollen treten meist im Frühling auf, Gräserpollen im Frühsommer und Kräuterpollen bis in den Herbst.
- Ein Pollenflugkalender und aktuelle Vorhersagen helfen dir, starke Belastungsphasen zu erkennen und dich rechtzeitig darauf vorzubereiten.
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Was ist der Pollenflug?
Der Pollenflug dient zusammen mit den Wetterbedingungen zur Vorhersage der Pollenbelastung in den kommenden Tagen1. Technisch gesehen ist der Pollenflug die Menge an Pollen pro Kubikmeter, die in den letzten 24 Stunden beobachtet wurden. Der Pollenflug spielt eine wichtige Rolle im Leben von Allergikern. Je höher die Pollenbelastung ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, Allergie-Symptome zu entwickeln. Der Pollenflugkalender hilft dir, die Intensität und den Beginn der Pollenflugsaison im Blick zu behalten.
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Wie wird der Pollenflug gemessen?
Der Pollenflug wird auf drei Arten gemessen:
Pollenfallen:
Pollenfallen sind spezielle Geräte, die die Pollen in der Luft sammeln. Im Inneren befindet sich eine Spindel, um die klebriges Papier gewickelt ist. Die Spindel dreht sich langsam und fängt Pollen auf dem Papier ein. Die gesammelten Pollen werden dann unter einem Mikroskop untersucht und pro Kubikmeter Luft gemessen.
Mikroskopische Analyse:
Bei der mikroskopischen Analyse werden die Pollenkörner in den Proben identifiziert und gezählt. Experten können zwischen den verschiedenen Pollentypen unterscheiden, was eine genaue Messung der Pollenzahl für bestimmte Pflanzen ermöglicht.2
Pollenmessnetze:
Netzwerke von Überwachungsstationen in verschiedenen Regionen oder Ländern sammeln und melden kontinuierlich Pollenflugdaten. Diese verwenden eine Reihe von Methoden, um Proben zu sammeln. Die Daten werden gesammelt und analysiert und liefern detaillierte Pollenflugdaten für verschiedene Gebiete.3
Gut zu wissen: Dyson Luftreiniger messen feine Partikel in der Raumluft, wozu auch Pollen zählen. Steigt die Partikelbelastung, reagiert das Gerät automatisch und passt die Reinigungsleistung an. Ein Luftreiniger misst zwar keine spezifischen Pollenarten, kann aber helfen, die Pollenbelastung in Innenräumen deutlich zu reduzieren und so Allergiebeschwerden zu lindern.
Welche Pollen fliegen wann?
Die Frage „Welche Pollen fliegen wann?“ lässt sich nicht pauschal mit einer einzigen Jahreszeit beantworten. Während des gesamten Jahres kommen wir mit verschiedenen Pollenarten in Kontakt. Ein Pollenflugkalender hilft dabei, die typischen Hauptblühzeiten besser einzuordnen. Grob unterteilt werden Pollen in Baumpollen, Gräserpollen und Kräuterpollen. Sie erreichen jeweils zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihre Spitzenwerte:
Frühling (März bis Mai):
Der Frühling markiert für viele Allergiker den Beginn der Heuschnupfensaison.
Baumpollen sind oft die ersten Auslöser für Symptome, da ihre Hauptblühzeit bereits in den Wintermonaten beginnt und spätestens zum Frühlingsstart deutlich zunimmt. Birke, Erle oder Hasel gehören zu diesen Frühblühern. Ihre Pollen sind sehr leicht und werden vom Wind verbreitet.
Parallel dazu steigt im späten Frühjahr bereits die Konzentration an Gräserpollen an. In manchen Regionen sind auch erste Wildkräuterpollen nachweisbar. Baum- und Gräserpollen erreichen in dieser Zeit häufig hohe Konzentrationen. Typische Symptome können verstopfte oder schmerzende Nasennebenhöhlen, Niesreiz oder Husten sein.
Sommer (Juni bis August):
In den Sommermonaten erreichen vor allem Gräserpollen ihren Höhepunkt. Auch Getreide gehört zu dieser Gruppe. Besonders intensiv ist häufig der Lieschgras-Pollenflug, da Lieschgras zu den stark allergieauslösenden Gräsern zählt. Ebenso kann Roggen kräftige Reaktionen hervorrufen.
Heuschnupfen bei Kindern und Erwachsenen äußert sich in dieser Phase über besonders ausgeprägte Symptome wie juckende, tränende Augen oder starke Niesattacken – vor allem bei Aufenthalten im Freien oder in der Nähe von frisch gemähtem Gras.
Herbst (September bis Oktober):
Im frühen Herbst nimmt die allgemeine Pollenbelastung meist langsam ab. Dennoch können bestimmte Kräuterpollen weiterhin Beschwerden verursachen.
Zu den häufigsten Auslösern gehören Beifuß und Ambrosia. Diese Pflanzen können die Pollensaison bis in den frühen Herbst hinein verlängern. Bei empfindlichen Personen treten daher auch zu dieser Zeit noch typische Herbstallergiesymptome auf.
Winter (Januar bis Februar):
Im Winter sind die meisten klassischen Pollenallergene nicht mehr in relevanter Menge vorhanden. Allerdings beginnt die Saison mancher Baumpollen – beispielsweise von Hasel oder Erle – bereits im Januar.
Deshalb kann eine Allergie im Winter leicht mit einer Erkältung verwechselt werden, insbesondere wenn Niesreiz oder eine laufende Nase auftreten.
Pollenflugkalender
Bist du anfällig für Heuschnupfen, ist der Kalender über den aktuellen Pollenflug ein wertvolles Hilfsmittel. Der Pollenflugkalender zeigt dir im Jahresverlauf, wann bestimmte Pollen ihren Höhepunkt erreichen. Dabei wird zwischen schwachem, mäßigem und starkem Pollenflug unterschieden. Je nachdem, ob es sich um die Vor-, Haupt- oder Nachblüte handelt. Außerdem kannst du anhand deiner aktuellen Symptome erste Rückschlüsse auf deine individuellen Allergieauslöser ziehen. Einen Überblick bietet diese detaillierte Infografik zum Pollenflugkalender.
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Der Pollenflugkalender dient als allgemeine Richtlinie. Bitte beachte, dass die genauen Zeitpunkte des Pollenflugs je nach Wetterbedingungen, geographischer Lage und Jahr variieren. In wärmeren Jahren kann der Pollenflug früher beginnen und länger dauern. Am besten informierst du dich zusätzlich über lokale Vorhersagen.
Faktoren für eine stärkere Pollenbelastung
Wann der Pollenflug am stärksten ist, hängt mit einer Vielzahl von Faktoren zusammen, darunter:
Wetter:
Temperatur, Windgeschwindigkeit und Niederschlag haben einen Einfluss auf den Pollenflug. Warme, trockene und windige Bedingungen begünstigen die Ausbreitung und führen zu höheren Werten. Niederschläge oder hohe Luftfeuchtigkeit verringern Pollenwerte vorübergehend, da Pollen schwerer werden und schneller zu Boden fallen.
Geografische Lage:
Die geografische Position hat direkten Einfluss auf die Artenvielfalt der Pflanzen und damit auf die Arten von Pollen, die in der Luft vorhanden sind. Städtische Gebiete haben aufgrund der geringeren Dichte blühender Pflanzen in der Regel niedrigere Pollenwerte als ländliche oder bewaldete Regionen.4
Klimawandel:
Studien zeigen, dass die Pollensaison in vielen Regionen der Welt länger und intensiver geworden ist. Höhere Temperaturen führen zu früheren Blütezeiten und verlängern die Saison für viele Pflanzenarten.
Luftverschmutzung:
Verschmutzte Luft verlangsamt den Abbau der Pollen in der Atmosphäre, indem diese sich mit Luftschadstoffen verbinden. So bleiben sie länger in der Luft und verstärken auch ihre allergenen Eigenschaften.
Beuge deinem Heuschnupfen mit Kalender vor
Der Pollenflugkalender ist ein wichtiges Hilfsmittel für deine Allergie. Wenn du die akute Pollenbelastung kennst und die Vorhersagen verfolgst, kannst du rechtzeitig Vorkehrungen treffen. Nutze außerdem ein Raumklimagerät mit hochwertigem HEPA-Filter, das feine Partikel wie Pollen effektiv aus der Luft filtert und sicher im Gerät einschließt. Auch ein Frühjahrsputz oder eine Deep Cleaning-Routine befreit deine Wohnung gründlich von Pollen, Staub und weiteren Allergenen.
Häufig gestellte Fragen zum Pollenflugkalender
Entgegen vieler Meinungen markiert nicht der Frühling, wann die Pollenzeit beginnt. Erste Baumpollen – etwa von Hasel oder Erle – können bereits im Januar in der Luft sein. Milde Winter sorgen zusätzlich dafür, dass sich der Saisonstart weiter nach vorne verschiebt.
Wenn du empfindlich reagierst, lohnt sich daher schon zu Jahresbeginn ein Blick in den regionalen Pollenflugkalender.
Der Pollenflug ist meist dann am stärksten, wenn die jeweilige Pflanze ihre Hauptblühzeit erreicht und gleichzeitig trockenes, warmes Wetter herrscht.
Typischerweise gilt:
- Frühjahr: hohe Belastung durch Baumpollen
- Frühsommer: Spitzenwerte bei Gräsern (z.B. Lieschgras-Pollenflug)
- Spätsommer bis Herbst: Belastung durch Kräuter wie Ambrosia
Besonders intensiv ist die Pollenkonzentration oft an trockenen, windigen Tagen und meist in den Vormittags- und Mittagsstunden.
Ein Pollenflugkalender hilft dir dabei:
- deine individuelle Allergiezeit besser einzugrenzen
- Medikamente rechtzeitig einzunehmen
- Luftreiniger für die Raumluft-Reinigung rechtzeitig einzuschalten
- Urlaubs- oder Outdoor-Aktivitäten zu planen
- Fensterlüftung und Sportzeiten anzupassen
Wenn du weißt, wann deine persönlichen Auslöser aktiv sind, kannst du gezielt Allergiesymptomen vorbeugen.
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¹Met Office (2023). Was ist der Pollenflug? Verfügbar auf: https://www.metoffice.gov.uk/weather/warnings-and-advice/seasonal-advice/health-wellbeing/pollen/what-is-the-pollen-count
2Buters JTM, Antunes C, Galveias A, Bergmann KC, Thibaudon M, Galán C, Schmidt-Weber C, Oteros J. Pollen- und Sporenüberwachung in der Welt. Clin Transl Allergy. 2018 Apr 4;8:9. doi: 10.1186/s13601-018-0197-8. PMID: 29636895; PMCID: PMC5883412
3Met Office (2023). Wann ist Heuschnupfen-Saison in der UK? Verfügbar auf: https://www.metoffice.gov.uk/weather/warnings-and-advice/seasonal-advice/health-wellbeing/pollen/when-is-hayfever-season
4Met Office (2023). Pollenforschung soll Heuschnupfen-Patienten Hoffnung geben. Verfügbar unter: https://www.metoffice.gov.uk/weather/warnings-and-advice/seasonal-advice/health-wellbeing/pollen/could-pollen-research-offer-hope-to-hay-fever-sufferers