Luftqualität im Kinderzimmer verbessern: So geht es
Kinder sind deutlich stärker durch Schadstoffe in der Luft gefährdet als Erwachsene. Eine gute Luftqualität und schadstoffarme Produkte sind daher das A und O für eine gesunde Luft im Kinderzimmer. Lies hier, wie Luftreiniger im Kinderzimmer helfen können die Luftqualität zu verbessern.
-
-
Das Wichtigste auf einen Blick
- Das Immunsystem von Kindern ist anfälliger, da es noch am Heranreifen ist. Schadstoffe in der Kinderzimmer-Raumluft können daher schneller Allergien und Reizungen auslösen.
- Die Luftfeuchtigkeit in Kinderzimmern sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Zu trockene Luft kann Erkältungen fördern, zu feuchte Luft Schimmel begünstigen.
- Für eine gesunde Luft im Kinderzimmer sind regelmäßiges Lüften und Bodenwischen essenziell. Schadstoffarme Kinderzimmermöbel und Luftreiniger sorgen zusätzlich für eine bessere Luftqualität im Kinderzimmer.
Warum ist eine gesunde Raumluft im Kinderzimmer so wichtig?
Kinder verbringen viel Zeit in ihrem Zimmer. Sie stapeln Klötze, legen Puzzle, sitzen an ihren Hausaufgaben oder lesen im Bett. Die Kinderzimmer-Luftqualität ist daher wichtig, denn sie nimmt direkten Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder:
- Das Immun- und Nervensystem von Kindern ist noch nicht komplett ausgereift und anfälliger für zum Beispiel Allergene oder Schadstoffe in der Luft.¹
- Kinder und Säuglinge haben eine höhere Atemfrequenz. Zum Vergleich: Ein erwachsener Mensch macht 12 bis 18 Atemzüge pro Minute, Kinder 20 bis 30 und Säuglinge sogar 30 und 50. Bei Kindern ist daher die Gefahr, verschmutzte Luft oder Schadstoffe im Kinderzimmer einzuatmen, höher.
- Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer kann Erkältungen fördern, da sich Viren und Bakterien länger in der trockenen Umgebungsluft halten. Als ideal gilt eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent.
- Ist man den giftigen Schadstoffen im Kinderzimmer ausgesetzt, können Reizungen der Schleimhäute und der Augen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein auftreten. Die Stoffe können aber auch Allergien auslösen oder verstärken, wie zum Beispiel Asthma.¹
-
-
-
Was beeinflusst die Luftqualität im Kinderzimmer?
Doch woher kommen die giftigen Stoffe und wie kann man vorsorgen? Die Luftqualität im Kinderzimmer wird sowohl durch die Einrichtung und den Raum als auch durch äußere Faktoren wie die Wohnlage und das Wetter bestimmt. Häufige Schadstoffe sind übrigens Aldehyde, zum Beispiel Formaldehyd. ¹
-
Was sind die häufigsten Schadstoffquellen im Kinderzimmer?
Schadstoffe können von außen ins eigene Zuhause eindringen. Häufig sind beispielsweise Emissionen durch Verkehr, Heizungen oder Industrieanlagen. Auch erhöhte Ozonwerte im Sommer können die Luftqualität im Kinderzimmer verschlechtern.²
Schadstoffe können aber bereits im Kinderzimmer sein, beispielsweise durch Möbel oder Spielzeug, einen Wandanstrich oder neuen Teppich. Die Quellen sind vielfältig und reichen von Möbeln und Belägen bis hin zu Farben, Lacken, Wachsen, Ölen und Klebern.
Auch das Wetter nimmt Einfluss auf die Luftqualität. Hohe Temperaturen im Sommer verschlechtern diese zusätzlich.
Je höher die Raumtemperatur ist, umso eher gehen Schadstoffe aus Möbeln, Baustoffen oder Textilien in einen gasförmigen Zustand über und treten aus.¹
-
5 Tipps für eine bessere Luftqualität im Kinderzimmer
Eine gesunde und bessere Raumluft im Kinderzimmer ist essenziell für die Gesundheit deines Kindes. So schaffst du es, die unmittelbare Umgebung der Kinder möglichst schadstoffarm zu gestalten.
Tipp 1: Emissionsgeprüfte Möbel und Spielsachen
Neue Möbel, Farben, Teppiche oder Bodenbeläge können flüchtige Lösemittel oder organische Verbindungen (VOCs) freisetzen. Diese Stoffe sind ausgasende Schadstoffe von Kunststoffen, Klebern oder Lacken. Vor allem bei Bodenbelägen, die eine große Fläche einnehmen, sind Materialien mit geringer Schadstoffkonzentration wichtig. Studien zeigen, dass bei neu verlegten Böden in Kinderzimmern Atemprobleme auftreten können.
Das gilt auch für Möbel: Als ideal gelten Möbel aus unbehandeltem Vollholz. Verschiedene Siegel, wie beispielsweise der Umweltengel oder der blaue Engel, geben Eltern eine Orientierung bei der Auswahl. Auch die Verbraucherzentrale gibt detaillierte Tipps und Hinweise, wie man Schadstoffe im Kinderzimmer vermeidet.
Tipp 2: Frische Luft durch Stoßlüften
Für eine gesunde Luft im Kinderzimmer ist regelmäßiges Stoßlüften essenziell. Vor allem im Winter ist richtiges Lüften wichtig, um Feuchtigkeitsbildung, Schimmel, aber auch zu trockene Luft zu vermeiden. Mit dem Lüften stellst du auch sicher, dass ausreichend Sauerstoff im Zimmer ist, da zu wenig Sauerstoff zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten führen kann. Vermeide im Kinderzimmer immer Kerzen, Raum- und Insektensprays sowie Zigarettenrauch.
Tipp 3: Hausstaub entfernen
Hausstaub besteht aus einer komplexen Mischung aus Hausstaubmilben, Haut, Pollen, Bakterien, Viren, Schimmelpilzen, kleinen Insekten oder Weichmachern. Kleine Kinder nehmen gerne Dinge in den Mund und kommen daher besonders schnell mit Hausstaub in Berührung. Neben dem Entfernen des Hausstaubs durch Putzen kannst du auch mit Luftreinigern im Kinderzimmer den Hausstaub reduzieren, denn diese schließen feine Partikel wie Staub in ihren Filter ein.
Tipp 4: Natürliche Reinigungsmittel
Kleine Kinder spielen und krabbeln viel auf dem Boden, weshalb es dort im Kinderzimmer sauber sein sollte. Nutze beim Bodenwischen Hausmittel oder umweltfreundliche Putzmittel wie Essig oder Zitronensäure. Aggressive Reinigungsmittel solltest du vermeiden, da diese ebenfalls Schadstoffe an die Luft im Kinderzimmer abgeben können.
Um das Bodenwischen hygienischer, aber auch einfacher zu machen, nutze einen elektrischen Nassreiniger. Die Modelle von Dyson wie der Clean+Wash Hygiene nutzen immer sauberes Wasser zum Wischen, sodass du sichergehen kannst, dass der Boden, auf dem dein Kind spielt, hygienisch sauber ist.
Unser Tipp zum Zeitsparen: Mit Kindern ist die Zeit immer knapp. Mit einem Wisch- und Saugroboter, wie dem Dyson Spot+Scrub Ai™ reinigen sich die Böden in deinem Zuhause ganz von alleine.
Lies in unserem Ratgeber weitere hilfreiche Tipps zur umweltfreundlichen Reinigung deines Zuhauses.
Tipp 5: Für gesunde Luft im Kinderzimmer professionell messen lassen
Wenn es in einem frisch renovierten oder neu eingerichteten Kinderzimmer stark riecht oder gesundheitliche Beschwerden auftreten oder sich verstärken, empfiehlt sich eine professionelle Raumluftmessung. Aus dem Ergebnis lässt sich anschließend die Schadstoffquelle identifizieren und die entsprechenden Maßnahmen einleiten.
-
Worauf bei Luftreinigern und Ventilatoren im Kinderzimmer achten?
Neben den Alltagstipps für weniger Schadstoffe im Kinderzimmer ist ein Luftreiniger für Kinderzimmer die sinnvolle Ergänzung, um die Raumluftqualität zu verbessern. Sinnvoll sind diese vor allem, wenn die Außenluft durch erhöhte Ozonwerte, Verkehr oder industrielle Anlagen zusätzlich belastet ist.
- Filterart: Jede Filterart von Luftreinigern hat einen anderen Schwerpunkt. Um die Luft im Zimmer deines Kindes möglichst umfassend zu reinigen, wähle einen Kombinationsfilter. So entfernen die Luftreiniger von Dyson mit ihrem HEPA-13-Filter Allergene und Schadstoffe aus der Luft. Luftreiniger mit „De-NOx“ im Namen entfernen zudem flüchtige organische Verbindungen. Modelle mit elektrostatischem Filter, wie der Dyson HushJet™, kombinieren beide Funktionen und filtern feine Partikel sowie Gase aus der Luft.
- Ventilatoren und Luftreiniger ohne Rotorblätter: Kinder erkennen Gefahren noch nicht so wie Erwachsene. Sie nehmen daher Rotorblätter eventuell als spannend statt als Gefahr wahr. Um hier kein Risiko einzugehen, wähle einen Ventilator für das Kinderzimmer, der ohne Rotorblätter funktioniert.
- Kippsichere Bauweise: Kleine Kinder ziehen sich gerne an Gegenständen hoch. Achte daher bei der Wahl des Luftreinigers für das Kinderzimmer darauf, dass dieser nicht umkippt, das reduziert die Verletzungsgefahr.
- Leise: Der Luftreiniger oder Ventilator im Kinderzimmer läuft im Sommer vielleicht auch während des Schlafs. Achte daher auf eine leise Lautstärke – ideal sind unter 50 Dezibel.
Häufige Fragen zur Luftqualität in Kinderzimmern
Ja, allerdings nur, wenn du die richtige Technologie wählst. Wähle für das Kinderzimmer einen Luftreiniger mit einem hochwertigen und vollständig versiegelten Kombinationsfilter. Elektrostatische und HEPA-Filter nehmen Hausstaub, Pollen und Bakterien aus der Luft auf, während ein Aktivkohlefilter zudem gasförmige Schadstoffe aufnimmt und Gerüche neutralisiert.
Ja, Raumdüfte und Kerzen haben in Kinderzimmern nichts verloren, denn sie können flüchtige organische Verbindungen freisetzen, welche die Atemwege von Kindern reizen.
Tägliches Lüften ist essenziell, um die Luftqualität zu verbessern. Es kann aber sein, dass dies nicht ausreicht, wenn beispielsweise die Umgebungsluft stark belastet ist, Pollensaison ist oder die Ursache Emissionen im Raum selbst sind, wie beispielsweise neue Möbel.
Ähnliche Artikel
-
Raumluft
-
Allergie
-
Raumluft
¹ Sentinel Haus Institut: https://www.sentinel-holding.eu/forschungsprojekte/gesundes-kinderzimmer
² Bundesamt für Umwelt Bafu: https://www.bafu.admin.ch/de/ozon-sommersmog